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Ich bin – du bist – wir sind – ihr seid – Wir sind noch nicht so weit

Freie Gedichtsammlung

Ich bin wie ich geworden,
einst lebte ich in kleinen Horden,
da war ich Teil von kleinen Gruppen –
Wir mussten uns noch nicht verpuppen.
Wir streiften durch viele Ländereien
und konnten uns davon befreien
bis wir den Ackerbau erfanden,
da kam uns was abhanden.
Vor etwa 15.000 Jahren
konnten wir es neu erfahren,
als Bauern, Händler und Soldaten,
als Herrscher und als brave Bürokraten.
Mit Steuern und mit Glaubensritualen
konnten Herrschaftsmühlen mahlen.
Künstler schufen Hofgepränge
Priester göttliche Gesänge.

Kriege und der Missbrauch von Macht
wurden so gefeiert – Es wurde gelacht,
Kritiker wurden dabei umgebracht.
Ein Rückblick sei jedoch erlaubt,
so wurden Kulturen ausgebaut.
Sie wurden ausgegraben,
gewaltige Mauernreste,
Burgen und Paläste,
Malerei, Skulpturen,
Viele Kulturen.
Jetzt herrschen die Reichen,
die ließen sich nicht erweichen.
Sie halten ihre Macht bis heute,
als eine Geld privilegierte Meute.
Sie konnten ihr Ich globalisieren,
Moral und Ethik dabei karikieren.
Geld als neutralisierte Macht
hat bisher alle ausgelacht.
Was nun
was ist zu tun
die Welt zu retten
im wir sich zu betten..
Das Spiel zu beenden
Das Schicksal zu wenden..
Götter und Herrscher wären dann nur noch Schein –
Das individualisierte Ich solle die Wahrheit sein.
Man glaubt an sein Selbst in endloser Tiefe
in dem doch der Sinn noch schliefe.
Läßt sich die Welt so retten
das Selbst liege in Ketten
emotional – gebunden
trägt es die Wunden.

Moral und Toleranz
als Abschiedstanz
sei für die Guten
die dafür bluten.
Ist das die Wende
oder das Ende
oder was
nass
ist noch nicht das Ende
Es sei noch nichts beschlossen
Es wurden Raketten abgeschossen
ins Weltall zum Mars und zum Mond
wo doch bis heute noch niemand wohnt.
Pflanzen und Tiere wurden ausgerottet,
der Mensch hatte sich abgeschottet.
Wenn er nicht mehr auf der Welt
wird die Natur wie es ihr gefällt
mit ihrer brutalen Gewalt
ist sie Millionen Jahre alt.

Die Klima-Katastrophe
als Abschiedsstrophe
Ob wir es schaffen
nicht zu erschlaffen
die Erde zu schonen
oder im Weltall wohnen
bis dann die Sonne zerfällt
die das alles zusammenhält.
In etwa 600 Millionen Jahren
können wir es vielleicht erfahren..

Ich höre mein Hündchen bellen
Es will meinen Geist erhellen,
will mich ins Freie ziehen
dem Denken entfliehen
entlastendes Springen
Töne erklingen
wie im Zoo
so-so

 

Prof. Dr. med. Alfred Drees