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Gedichte Sammlung

 

 

 

 

 

Was ist der Sinn des Lebens      


Man sucht ihn vergebens
im Seelen-Latein
er ist im Sein.

Gesellschaftliche Rollenfindung
und liebevolle Partnerbindung
können das Glück entfalten,
können den Sinn gestalten.

Mit unserem Glauben
füttern wir Kirchentauben.
Mit unseren Fortpflanzungstrieben
haben wir Geschichte geschrieben.
Mit unserem Hunger nach Macht und Geld
formen wir unsere heutige Welt.

Doch jene die sich kreativ entfalten,
die Künstlerisches ausgestalten,
haben den Sinn des Ganzen
bereits in ihrem Ranzen -
sie könnten tanzen.

Doch viele Kulturen sind schon entschwunden
mit ihrem Sinn - in den Abschiedsstunden.

Wann werden wir vergessen sein..
In unserem Ökolasten Schrein
lauern Zerstörungskräfte
und Auflösungssäfte.

Darum lasst uns neu beginnen
Sinnfindungsträume zerrinnen,
die Umwelt sei unser Ziel
als Abschiedsspiel.

Wir sind die Vertreter des Morgen -
Das Chaos ist frei von Sorgen.
Auch braves Gebundensein
wäscht uns nicht rein.

Wir suchen den Sinn nicht mehr
im emotionalem Lebenstransfer.
Wir lassen die Geldgier zurück
und finden so unser Glück.
Wir können Helfer sein
ohne Heiligenschein.

Ob sich unsere Neugier entfaltet
und nicht den Sinn verwaltet,
das werden wir sehen
und verstehen.

Was ich denke und fühle
sind meine gewohnten Stühle,
Ich wohnte in meinem Elternhaus
und schaute aus dem Fenster raus.

Da sah' ich ständig das Gleiche.
Es sind gewohnte Erlebensbereiche,
doch eingeladen in ein Nachbarhaus
sah die Welt plötzlich anders aus.

Ich sah die andere Straßenseite
und gewann einen Blick für die Weite.
Das gab mir Mut für zahlreiche Reisen
Ich lernte hierbei meinen Blick zu enteisen.

Ich erlebte die Welt in vielen Farben
und sah mich mit meinen Narben.
Ich lernte andere zu verstehen,
sie entlastend zu sehen.

In Geschichten und Traditionen,
in Sprachen und Religionen
fand' ich tragenden Sinn -
Ängste schwanden dahin.

Im gesellschaftlichen Sein
fühle ich mich nicht mehr allein,
partnerschaftlich eingebunden
habe ich mich neu gefunden.

Wir müssen nicht mehr verletzen
und ständig unsere Messer wetzen.
Wir können den anderen akzeptieren
und tolerantes Verhalten ausprobieren.





 

 

 

 

 

 

 

 

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