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Gedichte Sammlung

 

 

 

 

 

Geld      


Ein Geist hat sich vorgestellt
und sagt: Ich bin das Geld
das alles zusammenhält
was auseinanderfällt

Einst war ich nur ein Tauschobjekt
dann wurde ich neu entdeckt
als ich alle angesteckt

Moralischer Schrein
kann ich nicht sein
als Machtsymbol
bin ich ein Pol
um in Kriegen
zu siegen

um alles zu besitzen
Moralin in Witzen
Werte in Vasen
Glücksoasen

Es geht um mehr
Ich sage leise bitte sehr
In den Köpfen aller Leute
diene ich der Welt als Beute

Ich half Königen und den Reichen
sich den Glanz zu erschleichen
Doch das geht jetzt zu Ende
Ich wurde zur Dividende

Im Vergleich mit der Bakterienwelt
bin ich menschlich aufgestellt
Ich muss mit ihr untergeh'n
Wer kann das versteh'n

Bakterien sind die Träger allen Lebens
Ursprünge suchen wir vergebens
in vielen Arten aufgestellt
teilen sie sich die Welt

Sie sind miteinander eng verbunden
Sie konnten die Welt umrunden
sich überall anzusiedeln
gemeinsam zu fiedeln

Milliarden tanzen in einem Darm
Die grosse Vielfalt hält sie warm
Jeder zerlegt eine andere Speise
In seiner ganz speziellen Weise

Geld ist den Bakterien nicht bekannt
Sie vermehren sich deshalb rasant
Sie zeigen den Menschen ein Ziel
Geld sei eine Welle vor dem Kiel



Ein opfernder Held
zog durch die weite Welt
Er eroberte Mengen von Geld
Er hat sich dann jedoch umgestellt
Und er schenkte es den Armen der Welt

Wir sagten ihm leise
auf der neuen Reise
sei er kein Opferlamm
Er baute einen Damm
um sein schönes Haus
Er sei keine Opfermaus

Er fragte dann hilflos und munter
Geht die Menschheit jetzt unter
Wie können wir uns schützen
gegen die Fluten von Geld
können wir sie nützen
zu retten die Welt

Können wir Gesetze erlassen
die den Reichtum erfassen
um Grenzen festzulegen
uns damit anzuregen
mehr abzugeben

denn unser Geld
sei für die Welt
für die Armen
Erbarmen?

Nein
Das ist ein Hoffnungsschein
für eine Welt von Morgen
in der wir uns sorgen
Zum Überleben
uns anzuregen





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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