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Sterben
Helfen auch hier Phantasien
bevor wir ins Jenseits fliehen
Trauer sei Abschiednehmen
Sterbende zu entlasten
nicht auszurasten
In deinem Zimmer
bist du doch sehr allein
Du lässt niemanden herein
Du schweigst schon seit Tagen
Deine Kinder sah ich weinend klagen
Abschiednehmen ohne Worte
Das öffnet die Sterbens-Pforte
doch du schweigst noch weiter
Ich steh' auf einer kleinen Leiter
und schau' auf das Land der Träume
auf Berge und auf fantastische Räume
Mir fällt eine herrliche Wanderung ein
Es fehlte uns nur der Sonnenschein
Wir hielten uns umschlungen
und haben munter gesungen
Der Himmel wird wieder blau
da löste sich auf das Grau
Du hast mich von meinen Lasten befreit
Wo Schuld und Sühne sich aneinander reiht
Ich bin mit meinem Mann in die Berge gefahren
Er starb auf einem Weg vor wenigen Jahren
Ich fühle mich schuldig an seinem Tod
Ich nahm diese Wege trotz Verbot
und er stürzte ab in die Tiefe
mir war als ob ich schliefe
Wir beginnen jetzt zu begreifen
dass Früchte nur langsam reifen
wenn sich unsere Gedanken
ganz ohne Schranken
mit Phantasien
beziehen
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