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O Nacht!
O Nacht, du goldgesticktes Zelt!
O Mond, du Silberlampe!
Das du die ganze Welt umhüllst,
Und die du allen leuchtest.
Wo birgt in deinen Falten sich
Die allerreinste Perle?
Wo widerstrahlt dein träumend Licht
Im allerklarsten Spiegel?
O breite siebenfach um sie
Das schützende Gewinde,
Daß nicht der Jüngling sie erschau,
Auflodere in Flammen -;
Daß kein verblühend Weib sie trifft
Mit unheilvollem Auge,
Und, milde Lampe, schauend tief
In ihres Spiegels Klarheit,
Erblicktest du ein Bild darin?
Und war es, ach, das meine?
Annette von Droste-Hülshoff
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